Diese werden im Folgenden nicht weiter betrachtet. Durch Mutationen erzeugte Variation in proteincodierenden Genen und allen regulatorisch wirksamen Anteilen, nicht, wie lange Zeit angenommen, in den codierenden Genen allein, tragen damit zur Merkmalsvariation des Menschen bei. Ein solcher Genfluss ist erst nachweisbar, seit aus fossilen Knochen DNA extrahiert und sequenziert werden kann, so dass das archaische und das moderne Erbgut direkt miteinander verglichen werden können. Populationsmodelle mit solchen Eigenschaften werden als „Isolation durch Distanz“ beschrieben (auch dieses Konzept geht auf das Werk von Sewall Wright zurück[12]). Genetische übereinstimmung mensch tier tabelle. Infinitesimalmodell: Die Erblichkeit wird durch das Zusammenspiel hunderter, oder gar Tausender, Allele bestimmt, von denen jedes einzelne typischerweise weit weniger als ein Prozent beiträgt. Beide teilen sich dieselbe Schwangerschaft, und die meisten Zwillinge wachsen in derselben Familie auf. Du hast offensichtlich noch nie ein Buch über die Entstehung des Alten, Und bei der Bibel muss man zuerst einmal nachschauen, ob der Urtext eine Sage, ein Gedicht, ein Hymnus, eine geschichtliche, Bei Abraham muss man unbedingt die damalige Umwelt in Betracht ziehen. Ebenfalls erst seit weniger als 20 Jahren ist bekannt, dass unter Umständen auch erbliche Variationen abseits der DNA-Sequenz bei der Merkmalsausprägung zu beachten sind; dies wird Epigenetik genannt. Für diese Verfahren werden auch Variationen der repetitiven DNA betrachtet, so genannte Mikrosatelliten. Manche sprechen von 98% Ähnlichkeit, andere sogar von 98,7%. Wenn Populationen, z. Die Bewohner der Küstenregionen derselben Inseln sind untereinander viel näher miteinander verwandt. Chaolong Wang, Sebastian Zöllner, Noah A. Rosenberg (2012): A Quantitative Comparison of the Similarity between Genes and Geography in Worldwide Human Populations. Jedes einzelne trägt typischerweise aber nur 1 bis 1,5 Prozent zum Krankheitsrisiko bei, alle zusammengenommen etwa 20 bis 30 Prozent. Liegen zwei Varianten auf demselben Chromosom, ist es aufgrund der Natur des Verdoppelungsvorgangs sehr viel wahrscheinlicher, dass sie gemeinsam vererbt werden und dann auch in der nächsten Generation gemeinsam auftreten. DNA-Hybridisierung DNA Schmelzpunkt ( °C ) Mensch 88,2 Schimpanse 88,2 Gorilla 88,2 Hybrid-DNA Schmelzpunkt ( °C ) Mensch-Schimpanse 86,4 Mensch … Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Schwein und Mensch Menschen gehören bekanntlich zur Klasse der Primaten und stammen von einem Affen ab. Solche bedeutsamen nichtcodierenden DNA-Abschnitte dienen hauptsächlich der Genregulation, ihre Sequenzen stellen insbesondere sogenannte Cis-Elemente dar oder werden in regulatorische RNA umgeschrieben. Beim Makaken lag die Übereinstimmung bei 66%, beim Schimpansen jedoch bei 92%. Solltest Du aber an einer, Lies den Artikel von HARUN YAHYAhttp://www.enfal.de/grund26.htm, Nicht verwandte, aber interessante Themen, So finden Sie GEO-Datensätze mithilfe von Drug Bank ID. Daneben existieren raffinierte Methoden, bei denen zum Beispiel die Verteilung der Allele auf die Chromosomen statistisch analysiert werden. Ihre Erforschung kann aber z. Annual Revue of Genetics 37: 67–90. Bis sich jedoch die Vorstellung einer gemeinsame… Durch die Koppelung sind einzelne Allele häufiger als nach dem Zufall zu erwarten gemeinsam vorhanden, auch ein neutrales Allel kann dadurch quasi huckepack im Genom häufiger werden. > Das wird Dich jetzt erschrecken, und Du mußt jetzt ganz tapfer sein: Man nennt das _zählen_. Die Doppeldeutigkeit im Titel – ob gewollt oder nicht – nimmt die These vorweg, die der Autor durchs ganze Buch treibt: Mensch und Schwein sind sich in vielerlei Hinsicht unheimlich ähnlich. Yearbook of Physical Anthropology 48: 33-59. Die Populationen der anderen Kontinente besitzen (von wenigen neuen Allelen abgesehen) nur einen bestimmten Ausschnitt des afrikanischen Spektrums. schließen. Aus dem gleichen Grund sind aber Befürchtungen grundlos, Dritte (z. Wissenschaft Sprachentwicklung. David Serre & Svante Pääbo (2004): Evidence for Gradients of Human Genetic Diversity Within and Among Continents. [1] Vollständige Übereinstimmung der Erbanlagen besteht bei eineiigen Zwillingen oder bei Klonen (Kopien), weil sie genetisch identische Individuen sind folglich haben sie einen Koeffizienten von 1,00 = 100 %. Nature Reviews Genetics 14: 404–414. ... genetische Ähnlichkeit. Soll ich meinen Job kündigen, weil mir die Erfahrung fehlt? Werden nur Menschen aus weit entfernten Regionen miteinander verglichen, wird die klinale Natur der Variation leicht verkannt.[13]. BioEssays 25: 798–801. Auch innerhalb von Regionen lässt sich die Verwandtschaft von menschlichen Populationen mit denselben Methoden aufklären. Zu 98,7 Prozent identisch sind Mensch und Affe. The Chimpanzee Sequencingand Analysis Consortium (2005): Initial sequence of the chimpanzee genome and comparison with the human genome. So kommt es, dass sich die genetische Ähnlichkeit von Maus und Mensch auch in Zahlen deutlich widerspiegelt: Beide Lebewesen besitzen jeweils insgesamt etwa 20.000 Gene - rund 15.000 davon gehören sowohl zu unserem Bauplan, als auch zu dem der kleinen Nager Die Studien belegen eine bis zu 99,4 genetische Gleichheit zum Menschen. Britische Wissenschaftler haben das Erbgut des Gorillas analysiert und festgestellt, dass diese großen Affen uns genetisch näher stehen als bislang angenommen. [1] Durch die enorme Größe des Genoms (abgeschätzt etwa 3 Milliarden Basenpaare) ist der verbleibende variable Anteil er entspricht grob abgeschätzt etwa einer Abweichung … Anfang 1980er gab es einen Artikel im UNESCO-Kurier, in dem stand zu. Bereits vor dem Humangenomprojekt war dabei klar, dass es sich nicht um wenige, allein krankheitsauslösende Gene handeln kann – ansonsten hätte man sie mittels Kopplungsanalyse bereits finden müssen (eine Übersicht über entsprechende Gene und Krankheiten gibt die Datenbank OMIM). Zu den bekanntesten Ergebnissen des Humangenomprojekts gehört, dass Menschen, gleich ob nahe verwandt oder von verschiedenen Regionen oder Erdteilen, etwa 99,9 Prozent ihres Erbguts gemeinsam haben – selbst zu den nächsten Verwandten des Menschen, den Schimpansen beträgt die Gemeinsamkeit wohl noch mehr als 98,5 Prozent. Dabei sind geerbte Varianten zu unterscheiden von solchen Variationen, die „de novo“ durch spontane Mutation in einem Individuum neu entstehen; diese können Keimzellen betreffen oder Zellen des übrigen Körpergewebes. PLoS Genetics 4 (1): e19. Der Mensch kann also nicht mehr sozusagen als Außenseiter neben die Gruppe der Menschenaffen gestellt werden, obwohl er mit seinem aufrechten Gang, der Haarlosigkeit und der Sprachfähigkeit so ganz vom Bild der anderen Affen abweicht. Auch für die Vererbung von Genvarianten ist es nicht gleichgültig, wie sie auf den Chromosomen angeordnet sind. Mithilfe der Populationsgenetik lässt sich danach die Heritabilität schätzen. Auch bei Ratten wäscht eine Hand die andere. Brown, Mark I. McCarthy, Jian Yang (2012): Five Years of GWAS Discovery. Variation aufgrund der Abstammungsgeschichte. Schon sehr früh in der Geschichte der Menschheit kam man zu der Erkenntnis, dass zwischen Mensch und Menschenaffe eine spezielle Verbindung bestehen muss. genetischen Fingerabdrucks beruht auf solcher Variation nichtcodierender Abschnitte, die nicht der Selektion unterliegen. Bei der Volkskrankheit Diabetes tragen alle bisher identifizierten SNPs zusammengenommen kaum 10 Prozent zum erblichen Krankheitsrisiko bei, ihre Kenntnis ist (verglichen mit anderen Faktoren, die zudem viel leichter und billiger zu ermitteln sind) für die klinische Anwendung wertlos[31] – wenn sie auch zahlreiche neue Anhaltspunkte zur Erforschung der Krankheit liefern. Diese werden meist unter copy number variation, abgekürzt CNV, deutsch „Kopienzahlvariation“, zusammengefasst. Außerdem ist die Pigmentierung der Haut ein wesentlicher Faktor bei der Entstehung von Krankheiten wie zum Beispiel Hautkrebs. Dies zeigt nicht nur, dass beide Gruppen die Inseln unabhängig voneinander erreichten, sondern auch, dass der offene Ozean offensichtlich eine geringere Barriere für Wanderungen darstellte als die schroffen Gebirge des Landesinneren. Nach einem gängigen Maß, Wrights Index FST, kann man überschlägig geschätzt etwa 15 Prozent der Varianz im menschlichen Erbgut auf Unterschiede zwischen Populationen, die restlichen 85 Prozent auf Unterschiede von Individuen innerhalb dieser Populationen zurückführen. Kelly A. Frazer, Sarah S. Murray, Nicholas J. Schork, Eric J. Topol (2009): Human genetic variation and its contribution to complex traits. Die bereits seit langem bekannten Veränderungen der Anzahl ganzer Chromosomen, die Erkrankungen wie das Down-Syndrom oder das Turner-Syndrom bewirken, stellen besonders ausgeprägte, allerdings nicht die Keimbahn betreffende CNVs dar. Im Zuge der Bemühungen um eine individualisierte Medizin gibt es aber Bestrebungen, die genetische Herkunft bei der Behandlung wenn möglich zu berücksichtigen. Heng Li & Richard Durbin (2012): Inference of Human Population History From Whole Genome Sequence of A Single Individual. Studien haben so ergeben, dass in den meisten Populationen etwas mehr als die Hälfte der Variation bei Körpergröße durch die genetische Verwandtschaft zwischen Eltern und Kindern erklärbar ist. Wendungen wie “Menschen und andere Tiere” oder “menschliche und nichtmenschliche Primaten” bringen zum Ausdruck, dass die Trennlinie zwischen Mensch und Tier vielleicht gar nicht so … Die gegenwärtige genetische Variation spiegelt zudem die Geschichte von Migration und Bevölkerungswachstum wider. In gleicher Weise können Allele, die nur in Kombination einen positiven oder negativen Effekt besitzen, je nach Koppelung verstärkt oder vermindert selektiert worden sein. Ein weiteres, bekannt gewordenes Beispiel ist die Laktosetoleranz bei Europäern und Nordasiaten, die mit der Abstammung von Viehzüchtern erklärt wird und sich offensichtlich erst vor wenigen Tausend Jahren in den Populationen durchsetzte. gestartet 2009-01-04 19:41:35 UTC. Dieser Zusammenhang wird umso seltener durch Crossing-over aufgebrochen werden, je weniger Zeit seit der Entstehung des Allels vergangen ist, und je näher benachbart die gekoppelten Allele auf dem Chromosomenstrang liegen (da Crossing-over zwischen ihnen dadurch unwahrscheinlicher wird). Der Mensch kennt zwei Gangarten (wo das Pferd zum Vergleich über drei verfügt), das Gehen und das schnellere Laufen. Die öffentliche und private Forschung, die insgesamt Hunderte Millionen Euro benötigt hat, wird durch den erhofften medizinischen Nutzen angetrieben, weitere Erkenntnisse sind eher Beiprodukte. Charles N. Rotimi & Lynn B. Jorde (2010): Ancestry and Disease in the Age of Genomic Medicine. Gießen(pm). Die große genetische Ähnlichkeit zwischen Maus und Mensch zeigt nach Ansicht der Wissenschaftler, wie wertvoll der Nager als Modelltier für die humanmedizinische Forschung ist. Ein Gott, der es notwenig hat, die, Dein Posting zeigt wieder, wie es um das "sci" steht. Genetics 28: 114-138. > > Woher nehmen WISSENSCHAFTLER diese 98%? Die Studien belegen eine bis zu 99,4 genetische Gleichheit zum Menschen. Unterschiedliche Nachkommenzahlen von Eltern mit zufälligen genetischen Unterschieden führen dazu, dass an einigen Orten bestimmte Allele zufällig verloren gehen, an anderen Orten andere. Hautfarbe gehört zu den wenigen Merkmalen, bei denen beim Menschen eine positive Selektion nachgewiesen werden kann. Wir Menschen haben gemeinsame DNA-Basispaarketten mit allen Säugetieren und auch anderen Lebewesen. Peter M. Visscher, Matthew A. [21] Dabei wurde nicht nur der Unterschied zwischen Melanesiern und Polynesiern bestätigt, es zeigte sich auch, dass die Bewohner des Landesinneren der großen Inseln untereinander genetisch sehr verschieden sind (wobei jede Gemeinschaft unter sich relativ wenig Variabilität aufwies). Deutlich wird, wie mittels Co-Evolution und Kooperation für Mensch und Hund eine genetisch erfolgreiche globale Verbreitung im Vergleich zu anderen Spezies möglich wurde: „Wir verdanken unser Überleben den Hunden. Mensch und Maus ähneln sich - zumindest genetisch Bild: AP Da das Erbgut von Mensch und Maus weitgehend übereinstimmt, können Ärzte anhand von Mäusen menschliche Krankheiten erforschen. Andernfalls wird meist eine einzelne Aminosäure eines Proteins ausgetauscht, seltener resultieren komplexere Veränderungen, zum Beispiel, wenn ein Stopcodon neu entsteht. Und derselbe genetische Schalter steuert die Entwicklung so unterschiedlicher Sehorgane wie das Facettenauge bei Insekten und das Kameraauge bei Maus und Mensch. Diverse WISSENSCHAFTLICHE Quellen behaupten, dass Affen und Menschen genetisch sehr ähnlich sind. Zusätzlich ist bei diesen Forschungsergebnissen das methodische Risiko, zufällige Korrelationen fälschlich für statistisch signifikante Ergebnisse zu halten, extrem hoch. Moderne Europäer tragen demnach 1 bis 4 Prozent Allele des Neanderthalers[26]. Genetische Ähnlichkeit - Mensch und Affe (zu alt für eine Antwort) Markus Gronotte 2009-01-04 19:41:39 UTC. Wie kommen Unterschiede zwischen Populationen zustande? Daraus ergibt sich eine Populationsstruktur, bei der zwar Merkmale mehr oder weniger kontinuierlich variieren, bei Vergleich über etwas größere Distanzen aber merkliche Unterschiede entstehen, die gegen den homogenisierenden Einfluss des Genflusses Bestand haben, aber ohne dass an irgendeiner Stelle eine scharfe Trennungslinie zu ziehen wäre. SNPs, bei denen eine Koppelung eines Marker-SNP zu einem interessanten, komplexeren Merkmal (in der Regel einer Krankheit) gefunden wurden, werden ebenfalls in einer Datenbank gespeichert und dokumentiert, die das (amerikanische) National Human Genome Research Institute führt. Eine Rekombination über höchst unterschiedliche Rassengrenzen hinweg ist mehr oder weniger der Regelfall. B. Metylierungsmuster der DNA) spielen auch Wechselwirkungen zwischen Genen (. Nach dem Grad der Koppelung ist es im Prinzip möglich, wenn man entsprechende Kandidaten gefunden hat, ihre Lage auf einem Chromosom einzugrenzen (da linkage disequilibrium ja mit räumlicher Nähe auf dem Basenstrang ansteigen sollte). Es zeigt sich, dass die höchste genetische Variabilität in Afrika zu finden ist (dies gilt auch phänotypisch, z. Und ein anderer Vormensch, der Denisova-Mensch, bisher nur von einem Fingerknochen aus einer Höhle im Altai-Gebirge bekannt, hat zum Genom zahlreicher Menschengruppen beigetragen, am meisten mit 4 bis 6 Prozent zu dem der Melanesier[27]. Die Methode, mit der man die für Erkrankungen wesentlichen Allele herauszufinden hofft, sind Genom-weite Assoziationsstudien (abgekürzt GWAS). Andreas Vonderach (2008): Die Europäer, die anderen und die asymmetrische Evolution. Genetische Variation (Polymorphismen) in den übrigen Abschnitten besitzt vermutlich in der Regel keine besonderen Auswirkungen. Das ist das Ergebnis A.W.F. [5] Der Anteil bedeutsamer Sequenzen abseits proteincodierender Abschnitte ist also umfangreicher als jener der proteincodierenden Gene. Ze’ev Hochberg & Alan R Templeton (2010): Evolutionary perspective in skin color, vitamin D and its receptor. Erhöhtes Risiko ist dann durch das zufällige Zusammentreffen vieler Hundert ungünstiger Allele erklärbar. Ausschnitt eines DNA-Abschnitts aus den Mitochondrien von Mensch und Rind. Analysen des Fliegenerbguts sind einfacher als bei Maus oder Mensch, da es nur aus acht Chromosomen besteht. SNP-Chips, entwickelt worden. Dieser Polymorphismus besteht entweder, weil die entsprechende Variante evolutiv neutral (oder beinahe neutral) ist, d. h. kaum der Selektion unterliegt, weil ausgleichende Selektion (engl. Die bisherigen Studien[29] zeigen, dass für gängige Erkrankungen jeweils einige Hundert Loci mit Genvarianten identifiziert werden konnten, die mit Häufigkeit der Erkrankung korrelieren. Nature 470: 187–197. Einjährige Babys kennen bereits alle Sprachlaute. 18, Review Issue 1 R9–R17. Anthropologist Special Issue No. Zum Vergleich: Mensch und Maus besitzen beide rund 24.000 Gene. L. Luca Cavalli-Sforza & Marcus W. Feldman (2003): The application of molecular genetic approaches to the study of human evolution. Alan R. Templeton (2005): Haplotype trees and modern human origin. Liana K. Billings & Jose C. Florez (2012): The genetics of type 2 diabetes: what have we learned from GWAS? Wahrscheinlich spielen alle drei eine, im jeweiligen Einzelfall jeweils unterschiedliche, Rolle. (2010): A Draft Sequence of the Neandertal Genome. Sezession 26: 10-14. A.K. [6] CNVs können Tausende, selten sogar Millionen von Basenpaaren lang sein, sie sind mit den vor allem für SNPs optimierten normalen Techniken schwer zu entdecken. Nature 437: 69–87. Ein weiterer großer Anteil des Genoms wird von mobilen genetischen Elementen oder Transposons eingenommen; anders als früher gedacht, sind diese nicht alle nur genetischer „Müll“, sondern übernehmen zum Teil regulatorische Aufgaben und spielen eine Rolle bei evolutionären Neuerungen der Genexpression. Edwards (2003): Human genetic diversity: Lewontin’s fallacy. von Redaktion. genetische Ähnlichkeit mit den frühen Ackerbauern Anatoli-ens sowie den heutigen Einwohnern Sardiniens aufweisen. Früher wurde, wesentlich auf Basis der Hautfarbe, die Menschheit in Menschenrassen eingeteilt. Bei weitem seltener als SNPs und Indels, aber doch viel häufiger als zeitweise angenommen, existieren umfangreichere und komplexere Variationen im menschlichen Genom. [9] Aus diesem seit Jahrzehnten bekannten und durch die modernen Ergebnisse bestätigten Wert ist geschlossen worden, die Unterschiede zwischen Populationen (oder dem damals noch vorherrschenden Sprachgebrauch folgend: Rassen) seien so gering, dass sie zu vernachlässigen seien,[10] dieser Schluss ist aber keineswegs zwingend. Manche sprechen von 98% Ähnlichkeit, andere sogar von 98,7%. Mutation research/ Reviews in mutation research Volume 705, Issue 2: 141–153. Die Hoffnung dabei ist, dass diese linkage disequilibrium mit einigen dieser Marker aufweisen. Mensch und Schimpanse genetisch doch nicht so ähnlich Bisher ging man davon aus, dass sich Mensch und Schimpanse in ihrem Erbgut nur geringfügig unterscheiden. Genetics in Medicine 4: 45–61. Genfluss archaischer Menschen zu Homo sapiens, Catalog of Published Genome-Wide Association Studies, https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Genetische_Variation_(Mensch)&oldid=201231749, „Creative Commons Attribution/Share Alike“. Annals of the New York Academy of Sciences 1212: 59-77. B. Versicherungen) könnten aus der Kenntnis des individuellen Genoms, die sie irgendwie erlangt haben, signifikante Krankheitsrisiken auslesen (von einigen recht seltenen Erbkrankheiten abgesehen). [38][36] Ein Allel dieses Gens findet sich auffallend gehäuft bei Menschen mit sehr hellem Hauttyp und roten Haaren (während es, anders als fast alle anderen betreffenden Gene, nichts zur Augenfarbe beiträgt). Untersuchungen menschlicher Populationen haben gezeigt, dass Menschen ihre Partner fast ausschließlich aus einem engen Radius (in traditionellen Gesellschaften wenige Kilometer) um ihren Geburtsort wählen. 13: 135-145. Auch wenn die Population später wieder ihre Ausgangsgröße erreicht, ist ihre Variation dauerhaft vermindert; dies wird als Genetischer Flaschenhals umschrieben. 3: 209-214. Kristin G. Ardlie, Leonid Kruglyak, Mark Seielstad (2002): Patterns of linkage disequilibrium in the human genome. Der Verwandtschaftskoeffizient (kurz R; siehe auch Koeffizient: „Beizahl, Vorzahl“) berechnet die Nähe der biologischen Verwandtschaft zweier Lebewesen anhand der Wahrscheinlichkeit, dass sie dieselbe (zufällig ausgewählte) Erbinformation von einander oder einem gemeinsamen Vorfahren geerbt haben. Zahlreiche weitere Gene, zum Beispiel OCA2, MIM, HERC2, ASIP, IRF4, SLC24A4 und viele andere konnten durch GWAS mit Ausprägungen der Hautfarbe korreliert werden, ohne dass ihre Rolle bei der Regulation in jedem Falle verstanden wäre,[38][39] jedes Jahr werden neue entdeckt. Diese Gene müssen nicht identisch sein und können in Genvarianten auftreten. Wird diese Population dann im neuen Lebensraum wieder zahlreicher, ist ihre Variation trotzdem merklich geringer als diejenige der Ausgangspopulation (auch wenn durch Neumutation nach und nach die Zahl der Allele wieder höher werden wird). Vergleich Mensch und Affe. Dies gelingt am besten mit durch ein einzelnes Gen mit großem Effekt verursachten Krankheiten, deren Erbgang den Mendelschen Regeln folgt. Jonathan S. Friedlaender, Francoise R. Friedlaender, Floyd A. Reed, Kenneth K. Kidd, Judith R. Kidd, Geoffrey K. Chambers, Rodney A. Lea, Jun-Hun Loo, George Koki, Jason A. Hodgson, D. Andrew Merriwether, James L. Weber (2008): The Genetic Structure of Pacific Islanders. Richard A. Sturm (2009): Molecular genetics of human pigmentation diversity. Wir Menschen haben gemeinsame DNA-Basispaarketten mit allen Säugetieren und auch anderen Lebewesen. [40] Die Hautfarbe variiert mit der geografischen Breite, je näher am Äquator Menschen leben, desto dunkler ist ihre Haut. In neueren Studien wird der wahre genetische Unterschied auf eher 5% geschätzt. Wenige Bereiche sind hoch variabel zwischen verschiedenen Individuen. Am häufigsten treten Veränderungen in der Kopienzahl eines Gens auf, die durch die veränderte Transkriptionsrate durch Veränderung der Dosis eines Genprodukts Veränderungen des Phänotyps bewirken können; seltener kommt es zu komplexen Veränderungen mit strukturellen Auswirkungen. Wegen der oftmals vergleichbaren Auswirkungen werden beide Variationen oft zu einer Klasse vereinigt, die dann Indels genannt wird. Als eines der ersten Genome haben Wissenschaftler das Fliegen-Erbgut bereits im Jahr 2000 vollständig entschlüsselt. Wissenschaftler auf der Suche nach den fehlenden 1,3 Prozent. David B. Goldstein & Gianpiero L. Cavalleri (2005): Understanding human diversity. Obwohl naturgemäß zahlreiche sehr seltene SNPs existieren, die zum Beispiel auf eine kurz zurückliegende Mutation zurückgehen, sind Millionen von SNPs im Genom in vielen Populationen sehr weit verbreitet.